Karlsruher Südstadt. Da, wo ich herkomm!

Der Autor Peter Michel nimmt den Leser mit auf eine Reise durch seine Karlsruher Südstadt. Ursprünglich wurde sie für die Eisenbahner gebaut und entwickelte sich seitdem zu einem besonderen Stadtteil, dessen Bewohner auch „die Indianer“ genannt werden. Das Wahrzeichen der Südstadt ist der von August Meyerhuber in Anspielung darauf errichtete Indianerbrunnen am Werderplatz. Auch im Wappen findet sich das Symbol wieder. Ob es an der Legende liegt, dass Buffalo Bill einst die Südstadt beehrte, oder ob die verrußten Gesichter der Eisenbahner waren, die nach der Arbeit in ihre Häuser zurückkehrten, zu dieser Bezeichnung führten. Man weiß es nicht. Obwohl er nun schon mehr als 26 Jahre nicht mehr dort wohnt, hat ihn die Südstadt mit ihrer Ausstrahlung nie losgelassen. Denn ihm liegt die Südstadt im Blut. Er folgte dem Impuls, diese urtümliche Liebe in Worte und Geschichten zu packen und seinen Erinnerungen zu folgen.

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Beschreibung

Da wo ich herkomm! Südstadt-Geschichten, Karlsruher Südstadt

Der Autor Peter Michel nimmt den Leser mit auf eine Reise durch seine Karlsruher Südstadt. Ursprünglich wurde sie für die Eisenbahner gebaut und entwickelte sich seitdem zu einem besonderen Stadtteil, dessen Bewohner auch „die Indianer“ genannt werden. Das Wahrzeichen der Südstadt ist der von August Meyerhuber in Anspielung darauf errichtete Indianerbrunnen am Werderplatz. Auch im Wappen findet sich das Symbol wieder. Ob es an der Legende liegt, dass Buffalo Bill einst die Südstadt beehrte, oder ob die verrußten Gesichter der Eisenbahner waren, die nach der Arbeit in ihre Häuser zurückkehrten, zu dieser Bezeichnung führten. Man weiß es nicht. Obwohl er nun schon mehr als 26 Jahre nicht mehr dort wohnt, hat ihn die Südstadt mit ihrer Ausstrahlung nie losgelassen. Denn ihm liegt die Südstadt im Blut. Er folgte dem Impuls, diese urtümliche Liebe in Worte und Geschichten zu packen und seinen Erinnerungen zu folgen.

Geschichte

Seit wann gibt es die Südstadt? Woher kommt die Bezeichnung Südstadtindianer? Wie sieht Peter Michel seine Südstadt? Welche Erlebnisse haben ihn geprägt? Wie wird hier Integration schon seit 60 Jahren gelebt? Diese Fragen beantwortet Michel, ergänzt es mit ureigenen Geschichten echter Südstädter. Mit einem Hauch Melancholie, einer Prise Nachdenklichkeit, gepaart mit einem Schuss Humor. Aber auch verbunden mit dem kritischen Blick und der Sorge um den gesellschaftlichen Verfall des Stadtteils. Eben all das, was einen rund um den Indianderbrunnen im Herzen der Südstadt umtreibt.

Allerdings richtet er auch seinen Blick auf das Neue, die Südstadt-Ost als neues Stadtteilmitglied. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Peter Michel ist sich sicher, dass auch diese Integration der Südstadt und den Südstädtern gelingen wird. Fragen, die er auf seine Südstadtweise beantwortet, ergänzt er durch Geschichten, die Südstädter zu erzählen haben. Alte und aktuelle Bilder aus dem Stadtarchiv runden das Porträt ab.
Ein Viva den Südstädtern, ein Viva der Südstadt!

„Die „Südstadtindianer“ und der Indianerbrunnen

Die Indianerbegeisterung in Deutschland nahm ihren Anfang schon Mitte des 19. Jahrhunderts, als die ersten Indianer-Romane von James F. Cooper („Lederstrumpf“, „Der letzte Mohikaner“) ins Deutsche übersetzt wurden. Ende der 1870er Jahre erschien Karl Mays Roman „Winnetou“. Die Indianergeschichten waren sehr beliebt, wurden untereinander getauscht und verbreiteten sich
schnell auch in der Südstadt. Hier entstanden auch die ersten jugendlichen Indianerstämme, die sich im Oberwald spielerisch bekämpften.

Buffalo Bill Wild West Show

Beim Faschingsball 1884 in der Festhalle gewann eine Indianergruppe als Preis für ihre Kostüme 200 Mark in Gold und marschierte auch im Karnevalszug mit. Die Begeisterung ermöglichte letztendlich auch den großen Erfolg der Wild-West-Show des Amerikaners
William Frederick Cody, genannt „Buffalo Bill“, die vom 24. bis 26. April 1891 mit 85 Indianern in Karlsruhe beim Schlachthaus in der Durlacher Allee Station machte.

Die Karlsruher Bevölkerung strömte zu Tausenden herbei, um dem Spektakel auf der Wiese neben dem 1885/86 errichteten Karlsruher Schlachthof beizuwohnen. Buffalo Bills Truppe bot in einer Freiluftarena eine bunte Mischung aus Kunstschießen
und Pferderennen, Indianertänzen und Büffeljagd sowie Szenen aus den Indianerkriegen. Neben Lasso- und Peitschenvorführungen, dem Jonglieren mit Äxten und dem Messerwerfen auf eine bewegliche menschliche Zielscheibe faszinierte das Publikum auch ein Indianer Überfall auf eine Postkutsche. Auf den Zuschauertribünen fanden mehr als 5.000 Besucher Platz. In Karlsruhe kamen zu mehreren Vorstellungen pro Tag insgesamt mehr als 40.000 Zuschauer, also etwa die Hälfte der damals ortsansässigen Bevölkerung.

Noch heute gibt es in Karlsruhe mehrere Indianervereine. Im Karnevalszug 1907 marschierte erstmals eine Gruppe mit, die sich ausdrücklich „Südstadtindianer“ nannte. Für den Ursprung dieses Namens gibt es verschiedene
Überlieferungen: 1896 war nachweislich ein Zirkus in der Südstadt, in dessen Programm auch Indianer auftraten. Die
Einbeziehung von Angehörigen fremder Kulturen in  Schauen und Varietéveranstaltungen war eine Folge der Expansionspolitik der Kolonialmächte. Die Bewohner der eroberten Länder wurden als Exoten einem breiten Publikum präsentiert

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 274 g
Größe 19.0 × 12.0 × 1.4 cm
Erstveröffentlichung

17.03.2017

Seitenzahl

254

Autor

Peter Michel

Einband

Taschenbuch

Sprache

Deutsch